Zeitungsberichte


MODAUTAL - So vielseitig wie die Saucen und Aufstriche von Marlies Franke-Fokken ist auch ihr Geschäftskonzept. In jeder Jahreszeit kocht sie in Modautal jeweils zwei bis vier Bio-Produkte für die „Linie 64397“ ein und vertreibt diese in der Region. Dazu bekocht sie einen Kindergarten, organisiert privat Caterings und vereinzelt auch Kochkurse.

„Man muss Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen“, sagt die 54-Jährige. Das Untergeschoss ihres Hauses in Allertshofen in Modautal ist für die Produktion, Lagerung und den Vertrieb von Rote-Bete-Ketchup bis Apfel-Pflaume-Aufstrich reserviert. Im Jahr 2016 hat sie hier 10.000 Gläser ihrer zwölf Sorten umfassenden Produktreihe eingekocht.

„Meine Zutaten stammen alle aus biologischem Anbau und sind, so weit es geht, aus der Region, versichert Marlies Franke-Fokken. „Eine Pflanze aus der man Curry gewinnt, kann bei uns natürlich nicht wachsen.“ Das Wurzelgemüse für ihre Suppenwürze baut sie jedoch selbst auf den Demeter-Feldern eines benachbarten Bauern an.

Zertifiziert für den höchsten Bio-Standard De meter sind ihre Produkte – bis auf eines – allerdings nicht. „Ich möchte mir eine gewisse Freiheit bei der Entwicklung meiner Produkte bewahren, versuche sie aber auch stetig weiterzuentwickeln“, erklärt die gelernte Köchin ihr Grundprinzip. Zur Qualitätssicherung lässt Franke-Fokken aktuell ihre Produkte mikrobiologisch prüfen. Zudem strebt sie den Erhalt des EU-Biosiegels für ihre Suppenwürze an.

Die Entwicklung der Qualitätsstandards ihrer Produkte hängt auch von den Kooperationen mit anderen regionalen Betrieben ab. So findet sich inzwischen nur noch Honig von einem benachbarten Imker in den Aufstrichen und Saucen. Als Lohnverarbeitungsbetrieb für den Demeterbetrieb Schanzenhof am Niederrhein entwickelte sie eine preisgekrönte Kreation. Auf einer der wichtigsten Biofachmessen in Nürnberg wurde ihr Demeter-Rote-Bete-Ketchup 2016 zum Produkt des Jahres ausgezeichnet.

Die Preisspanne der bunten Gläser reicht von 2,95 Euro für das Salatdressing bis 5,95 Euro für das Frucht-Chutney. Trotz saisonaler Schwankungen der Verfügbarkeit ihrer Zutaten hat sich Franke-Fokken bis jetzt immer dazu entschieden ihre Preise nicht daran anzupassen – und fährt gut damit.

Die hausgemachten Saisonprodukte verkauft sie an 25 Abnehmer – vom Tante-Emma-Laden bis zum Düsseldorfer Feinkost-Großhändler Bos Food. „Die kleinen, regionalen Pionierläden sind hochinteressant“, bemerkt sie beim Durchlesen ihrer Abnehmer-Liste. Darunter findet sich der Bio-Supermarkt Unverpackt in Darmstadt und der preisgekrönte Hofladen Hartmann in Brandau. Zudem stehen die 64397-Produkte in den Edeka-Regalen in Arheilgen und Traisa.

 

Nach der Koch-Ausbildung geht es nach London

Nach ihrer Kochausbildung in Darmstadt führte ihr Weg Marlies Franke-Fokken zunächst nach London in die Drei-Sterne-Küche des weltbekannten Küchenchefs Gordon Ramsay. „Dort wurde von der Praline bis zum Hummer alles frisch zubereitet“, erzählt sie. In anderen Küchen hat sie allerdings auch die Arbeit mit Convenience-Produkten erlebt, bei denen der Koch nur noch Packungen aufreißt und deren Inhalt in seinen Töpfen erwärmt.

Die Entwicklung der 64397-Produkte begann Marlies Franke-Fokken zusammen mit Partnerin Margot Warda 2012. Eine zweite Küche im Haus in Modautal ermöglicht ihr auch das Bekochen größerer Gruppen. Dieses Jahr organisierte sie etwa 14 Caterings inklusive Dekoration, Wein und Bedienung. In kleinerem Rahmen hält sie dazu noch gelegentlich Kochkurse – zuletzt thematisch ausgerichtet auf eine Männerrunde in Bensheim. Jeden Morgen bereitet sie aktuell auch das Mittagessen für die Schützlinge eines benachbarten Kindergartens zu.

Ihr Geschäftsfokus soll in Zukunft allerdings bei ihren 64397-Gläsern bleiben. „Ich bin gerade am Schneidepunkt, meine Küche hat auf jeden Fall noch Kapazitäten“, sagt sie. Doch um das Geschäft noch weiterzuentwickeln, bräuchte es neben repräsentativeren Räumlichkeiten auch neue Partner: „Gerade junge Leute sind sehr kreativ in geschäftlichen Partnerschaften – ich lasse mich da gerne inspirieren.“ Doch der passende Kontakt hat sich noch nicht eingestellt – jedenfalls bis jetzt.

 

Von Lily-Louise Kriemann, Echo Online / Wirtschaft / Wirtschaft Südhessen / 08.12.2017

 

Seit fünf Jahren am Markt:

 

Saucen und Aufstriche sind ihre Leidenschaft

 

Modautalerin Marlies Franke-Fokken überzeugt mit Produktvielfalt und Qualität

 

 

 

64397 - jedem Modautaler ist diese Zahlenkombination geläufig, schließlich handelt es sich dabei um die Postleitzahl der Odenwaldgemeinde. 64397 steht aber seit fünf Jahren auch für ein feines Sortiment an Saucen und Aufstrichen, das die Modautalerin Marlies Franke-Fokken unter Profibedingungen in ihrem Unternehmen herstellt und mittlerweile bundesweit vertreibt. Aktiv an der Entwicklung der Produkte beteiligt war seinerzeit auch Margot Warda, die bis heute ihre Ideen einbringt und sie nach wie vor in der Buchhaltung unterstützt.

 

 

 

Marlies Franke-Fokken beschließt, nach ihrer Steinmetzlehre und dem Studium der Bildhauerei, sich auch die Kunst mit dem Kochlöffel zu eigen machen zu wollen. Sie beginnt eine Kochausbildung im Darmstädter Lokal "Weinmichel". Beim französischen Drei-Sterne-Koch Pierre Koffmann sammelt sie weitere wertvolle Erfahrungen. Sein Feinschmecker-Restaurant "La Tante Claire" in London wird für sie zur kulinarischen Heimat.

 

 

 

Elf saisonale Saucen und Aufstriche hat "64397" aktuell im Angebot. Das vegane "Tarocco Orange" beispielsweise als fruchtiger Aufstrich und zum Abschmecken von Saucen entsteht auf Basis einer bestimmten Orangensorte, die nur auf Sizilien gedeiht. Sämtliche Produkte sind frei von Konservierungsstoffen, Bindemitteln oder Farbstoffen.

 

 

 

"Unser Rote-Bete-Ketchup ist auch Demeter-zertifiziert und hat bei der Bio-Fachmesse in Nürnberg 2016 den ersten Platz belegt," erzählen Marlies Franke-Fokken und Margot Warda nicht ohne Stolz. Wo immer möglich, verwendet sie Produkte aus der Region. Der Honig kommt von heimischen Imkern, der Apfelsaft aus Reichenbach und das Wurzelgemüse aus dem Demeterbetrieb Werner Jährling in Hoxhohl. Kurzum "64397" ist das Gegenteil von Nullachtfünfzehn.

 

 

 

"64397"-Salatdressing, Grill-Saucen oder Orange-Salbei-Senf werden mittlerweile in Feinkostgeschäften, im Gastronomie-Feinkosthandel und beim Bio-Versender "Bio-Korb" ebenso vertrieben wie in Modautal im Tante-Emma-Laden, der Postagentur Peter, Dieters Wurstladen oder den Edeka-Märkten in Rohrbach und Lautertal. Preislich beginnen die Produkte unter drei Euro pro Glas, die Haltbarkeit beträgt immer mindestens drei Monate.

 

 

 

Foto: Theresa Buchen

 

 


 

Großer Erfolg für Modautaler Unternehmen auf der BIOFACH 2016 in Nürnberg

Rote Bete-Ketchup ist Demeter-Produkt des Jahres 2016

 

(Modautal, 15.02.2016) Die leckeren Produkte der beiden Geschäftsfrauen, Marlies Franke-Fokken und Margot Warda, vom „Koch und Kunstbetrieb“ aus Modautal sind unter der Marke „64397“ mittlerweile nicht nur in südhessischen Fachgeschäften bekannt. Jetzt konnten die beiden Unternehmerinnen in Nürnberg auf der weltgrößten Fachmesse für Biolebensmittel einen großen Erfolg verbuchen. Der älteste ökologische Anbauverband „Demeter“ mit Sitz in Griesheim bei Darmstadt fordert jährlich seine Vertragspartner auf, neue Produkte für die Wahl zum „Produkt des Jahres“ einzureichen. Der Naturkost-Fachhandel und Kunden konnten in diesem Jahr aus 16 Produkten ihre Favoriten auswählen.


Punktgleich auf dem 1. Platz landeten der „Rote Bete-Ketchup“ aus Modautal und der „küchenfertige Apfel-Rotkohl“ aus Norddeutschland. Als Ketchup zeitgemäß veredelt erfährt die nahrhafte Rote Bete eine ganz neue Wertschätzung. Die Rote Bete stammt vom Demeter Betrieb „Schanzenhof“.  Auf diesem  Gemischtbetrieb mit Milchvieh, Mastschweinen  und Futterbau wachsen auf den Äckern auch Getreide, Kartoffeln, Rote Bete und Zuckerrüben. In Kooperation mit dem Unternehmen „Koch und Kunstbetrieb“  Modautal wird der Rote Bete-Ketchup verarbeitet. Außergewöhnliche Zutat ist der Zuckerrübensirup aus eigenem Anbau.

Unter den ersten Gratulanten war Heinz Gengenbach, Fachberater für Ökolandbau beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. 

Foto © Demeter Bund e.V. Glückliche Gewinner 1. Preis Demeter Produkt des Jahres 2016: Rote Bete-Ketchup vom Schanzenhof in Kooperation mit „Koch und Kunstbetrieb“ aus Modautal
Von links. : Ludger Schreiber (Schanzenhof), Margot Warda („64397“ Modautal; Rezeptur & Verarbeitung), Alexander Gerber (Demeter Bund e.V.),  Ruth Laakmann (Schanzenhof), Marlies Franke-Fokken („64397“ Modautal Rezeptur & Verarbeitung) und  Heinz Gengenbach (Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen)

Text und Kontakt: Heinz Gengenbach, LLH Griesheim 0160 4 715764